ProPapaGanda

von und mit den Hengstmanns

Buch: Frank, Sebastian und Tobias Hengstman

Regie: Bernd Kurt Goetz

Premiere: 12.03.2020 „…nach Hengstmanns“

Sucht man die Ruhe vor irgendwelchen Redereien hilft oft nur das Schweigen. Möchte man aber trotzdem reden, macht Schweigen keinen Sinn. Möchte man beim Reden aber auch gehört werden, muss man eben sprechen. Selbst wenn das Gegenüber mit dem man reden will, denkt: Der Sprechende sollte lieber schweigen. Wenn man aber alles verschweigt worüber man reden möchte, begibt man sich in einen seelischen Konflikt. Schweigen oder reden. Also doch reden! Wenn aber der nicht zuhören Wollende weiter schweigt, weil er nicht reden will, so muss man als Redender halt ein bisschen lauter werden. Der Redende muss dem Schweigenden seine Ansicht in seine Trommelfelle meißeln. Gut! Lautes Rufen ersetzt selten die inhaltlich relevante Botschaft des Rufens. Wenn aber der Schweigende die Botschaft trotzdem nicht hören will, muss der Redende eben noch lauter reden. Er muss es schaffen, dass das Ohropax zu einem Plazebo für den Schweigenden degeneriert. Denn nur wer laut ist, hat auch Recht. Und wer ganz laut ist, hat ganz viel Recht. Wenn das alles nichts mehr hilft, hilft nur der Superlativ des Rechtshabens und zwar die Propaganda! Die Propaganda ist letztendlich das Sprachrohr um eine Meinung in die Gehirne der nicht Sprechbereiten zu prügeln. Und genau darum geht es im 10. Programm der Hengstmannbrüder und ihrem „Alten“. Der „Alte“ will in diesen Kabarettprogramm den Söhnen erklären, das er mit Propaganda aufgewachsen ist und trotzdem immer noch bei Trost ist. Jedenfalls teilweise. Aber keine Panik! Die Brüder sind nach wie vor dem Alten „Pro“ eingestellt. Also „Pro Papa! Sie wissen nur noch nicht wo man das „Ganda“ her bekommt. Sie könnten es ja mal bei Amazon probieren.